1.Kapitel
Verwendungsweise der biblischen Bücher
Nach diesem Überblick über die Lehre Jesu von Gottes Einzigkeit und seiner Zuwendung zu den Men-
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schen als deren Vater suchen wir den Zugang zu dem im Inneren Gottes selbst sich vollziehenden Verhältnis desjenigen, der keiner Vergebung bedarf, um Sohn Gottes zu werden, dies vielmehr immer, schon vor seiner Menschwerdung, ist. Wenn wir dabei die Chronologie der neutestamentlichen Schriften befolgen wollten, müßten zuerst die Paulusbriefe und dann erst die Evangelien analysiert werden, da diese wesentlich später entstanden sind. Da jedoch die paulinischen Schriften über den, wenn auch noch in einer unentfalteten Terminologie ausgedrückten, aber doch in vollständiger Inhaltlichkeit vorhandenen Glauben an das trinitarische Leben Gottes schon meditieren, während die Evangelien zeigen, wie sich im Fortgang der Heilsgeschichte die Offenbarungsbewegung von dem einen Gott, dem Vater, weiter entfaltet zu dem wesenhaft zu ihm gehörenden Sohn und von den beiden zu dem wiederum wesenhaft ihnen gehörenden Heiligen Geist, ist es wohl im Interesse einer konkreten Darstellung besser, mit den Evangelien zu beginnen. Dabei darf nicht übersehen werden, daß die Evangelien in manchen trinitarischen Texten eine über Paulus hinaus fortgeschrittene Meditationsstufe darstellen, welche Gott klarer als den Dreieinigen bezeugt denn die Paulus-Schriften. So ergibt sich folgende theologische Situation.