5. ABSCHNITT
Die Namen Gottes
Vorbemerkung
Es gibt keinen Namen, mit dem Gott adäquat zum Ausdruck gebracht werden könnte. Jeder Name bleibt hinter seinem Wesen unendlich zurück. In diesem Sinne ist er, wie in der Geschichte der Theologie unzählige Male hervorgehoben wird, der Namenlose. Dennoch brauchen wir einen Gottesnamen oder sogar viele Namen Gottes, um ihn anreden und zu ihm beten zu können. Er ist daher in einer notwendigen komplementären bzw. dialektischen Sicht zugleich der Vielnamige. Der Namenlose ist zugleich der Unbekannte und der Fremde. Wir können ihn nicht rufen und keine Kontakte zu ihm aufnehmen.
1. Kapitel
Im Alten Testament
Im AT ist es keineswegs selbstverständlich, daß Gott, das unergründliche Geheimnis, einen Namen hat. Es begegnen uns jedoch im AT eine Reihe von Gottesnamen. In Ihnen drückt sich jeweils eine bestimmte Art des Handelns Gottes aus, sei es seine aktive und ständige Gegenwärtigkeit, sei es seine machtvolle Führung, sei es seine überlegene Heiligkeit.
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