Prof. Dr. Michael Schmaus

17.7.1897 - 8.12.1993

 

 

Vorwort zur Herausgabe der Schmaus-Dogmatik 

im Internet

von Dr. P. Bernhard Sirch OSB.

 

Als Verlags- und Druckereidirektor des EOS Verlages der Erzabtei St.Ottilien habe ich einige Werke in Angriff genommen und dabei vor allem auf Gott vertraut: Die Feier des Stundengebetes für die deutschsprachigen Benediktiner: Stundenbuch (3 Bände) und Lektionar (4 Bände) zu einem Preis von 22.- DM bzw. 25.- DM je Band, dann das Marienlexikon (von 1957 bis 1967 in einem anderen Verlag erschien der Band 1 in 10 Lieferungen und wurde eingestellt) und die Dogmatik von Prof. Schmaus. Da die Dogmatik vergriffen ist, habe ich jetzt durch das Internet die Möglichkeit der Dogmatik eine größere Verbreitung zu geben. Ermutigt dazu hat mich vor allem Josef Kardinal Ratzinger: „Es ist sicher eine große Sache, die letzte Dogmatik von Schmaus über Internet wieder zugänglich zu ma­chen; es ist eine wirklich katholische Dogmatik und, wie Sie sagen, die letzte, die als Ganze von einem einzigen Gelehrten verfaßt wurde“ und Prof. Dr. Richard Heinzmann: „Es dürfte keine Frage sein, daß ich Ihre Absicht, die Dogmatik von Schmaus ins Internet zu stellen, außerordentlich begrüße“. Prof. Dr. Leo Scheffczyk, jetzt Kardinal, schrieb in seinem Artikel in der Deutschen Tagespost: "Deshalb müßte es mit Blick auf den Heimgang des theologischen Meisters vor allem das Anliegen seines großen Schülerkreises sein, sein Lebenswerk authentisch aufzunehmen und es organisch weiterzuentwickeln".

Finanziell half vor allem der Rektor der Ludwig Maximilians-Universität: Prof. Dr. Andreas Heldrich. Ohne die Zusage eines Zuschusses wäre das Vorhaben wohl nicht zustande gekommen. Vielen Dank an Enrico Baumann, der die Aufbereitung und Bearbeitung der Dogmatik für das Internet übernahm.

Schon als Verlagsleiter hatte ich große Mühe mit der Herausgabe der Dogmatik. Aus ursprünglich 2 Bänden wurden 13 Bände mit 4.800 Seiten, die ich vor allem in  meinem Urlaub als Pfarrvertreter von Rottach-Egern korrigierte.

Ich betrachte es als meine Pflicht, die Dogmatik von Prof. Schmaus ins neue Jahrtausend herüberzuholen. Kardinal Scheffczyk hat die Bedeutung der neuen Dogmatik klar hervorgehoben: "die christologische Zentrierung ist in die Ekklesiologie, in die Lehre von der Kirche weitergeführt, so daß auch die Ekklesiologie unter einem christologischen Aspekt dargeboten wird".

Da ich oft bei Prof. Schmaus war, kann ich nur unterstreichen, was Kardinal Scheffczyk über Prof. Schmaus sagte: "Am Ende blieb ihm als letztmöglicher Ausdruck religiös-theologischer Hingabe eines vom Tode Gezeichneten der Rosenkranz".  Ich war tief beeindruckt von Prof. Schmaus und freue mich, daß durch das Internet - es bietet ungeahnte Möglichkeiten - vielen Lesern auf der ganzen Welt das Erbe von Prof. Schmaus zugänglich wird.

Dr.P.Bernhard Sirch OSB, Pfarrer vom Achental.

  

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