Prof. Dr. Michael Schmaus 17.7.1897 - 8.12.1993
Urteile
über die neue Dogmatik (Prospekt
des EOS Verlages aus dem Jahr 1984): Joseph
Kardinal Ratzinger an Prof. Schmaus: »Ich
staune, wie es Ihnen gelingt, den Stoff im Horizont der fortgehenden
Diskussion immer neu zu fassen, das Schwierige durchsichtig und
verstehbar ohne falsche Vereinfachung zu gestalten und so dem Lehrenden
wie dem Lernenden eine Wegweisung an die Hand zu geben, die selten so nötig
war wie heute. Ich glaube, daß dieses Buch auch von der äußeren Form
her die Chance hat, bei unseren Theologen Eingang zu finden und so der
dogmatischen Dürftigkeit entgegenzuwirken, die sich mittlerweile
ausgebreitet hatte.« Joseph
Kardinal Schröffer: »Darf
ich Ihnen sagen, daß mich schon ein erster Blick in diese neue Auflage
so gefesselt hat, daß ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören konnte,
sondern einige Stunden damit verbrachte.« Josef
Stimpfle, Bischof von Augsburg, später Erzbischof: »Dieses
Buch verdient eine große Verbreitung. Ich würde es begrüßen, wenn
die Schmaus-Dogmatik im Bücherregal eines jeden Geistlichen, aller im
Dienste der Verkündigung stehenden Laien sowie vieler Familien stehen würde.
Hier wird von hoher wissenschaftlicher Warte aus solide Hausmannskost
angeboten, die — um im Bilde zu bleiben — äußerst nahrhaft und stärkend
ist.« Franciscus
Kardinal Seper, Präfekt der Glaubenskongregation: »Ich
freue mich, daß Sie die Kraft haben, an solch einem Werk zu arbeiten;
gerade heute, wo sich viele Theologen scheuen, eine Gesamt-Dogmatik zu
verfassen, was den Unterricht an unseren Universitäten und Hochschulen
sehr erschwert.« Prof.
Dr. L. Scheffczyk, jetzt Kardinal: »Das
neue Werk von M. Schmaus stellt die Heilswirklichkeit als personales
Geschehen zwischen dem göttlichen Wort und der menschlichen Antwort
dar, das sich in Christus vollendet. Dieser dialogisch-geschichtliche
und christologische Charakter macht diese Dogmatik zusammen mit ihrer
erhellenden Sprache zu einem theologischen Zeugnis von repräsentativer
Bedeutung für unsere Zeit.« Münchener
Theologische Zeitschrift 45 (1994), Heft 2 (S.113-135), Sonderdruck:
Michael Schmaus zum Gedenken. Vorwort Am
8.Dezember des vergangenen Jahres verstarb Prof. Dr. Michael Schmaus. Der
weltweit bekannte und geschätzte Theologe war Träger hoher und höchster
kirchlicher und staatlicher Auszeichnungen sowie Mitglied zahlreicher
in- und ausländischer Akademien. Von der Kirche war Prof. Schmaus in
Anerkennung seiner großen Verdienste zum Prälat und zum apostolischen
Protonotar ernannt worden. Prof.
Schmaus gehörte von 1945 bis zu seinem Tode dem Lehrkörper der
Katholisch-Theologischen Fakultät an, der er mehrmals auch als Dekan
vorstand. Für die Amtsperiode 1951/52 war Prof. Schmaus ferner zum
Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität gewählt worden. Nicht
zuletzt gehörte er im Jahre 1950 zu den Mitbegründern der Münchener
Theologischen Zeitschrift, deren Herausgeber er dann bis zum Jahre 1966
war. All
diesen Ämtern und Funktionen hat Michael Schmaus mit überragender
Sachkompetenz und zugleich mit großer menschlicher Wärme seine ganz
persönliche Prägung gegeben. Die
MThZ hat Michael Schmaus aus Anlaß seines 90. Geburtstages mit einer
theologiegeschichtlichen Einordnung seines Werkes durch Prof. Dr.
Richard Heinzmann sowie einer Bibliographie seiner Veröffentlichungen
seit dem Jahre 1967 geehrt (Jahrgang 38/1987, 115-133). Unser
herzlicher Dank und unsere Hochachtung gilt Frau Elisabeth Hölzl, der
Nichte des Verstorbenen, die Michael Schmaus mehr als vier Jahrzehnte
lang eine umsichtige und treu sorgende Begleiterin war. Ihrer
Vermittlung verdanken wir das ausdrucksstarke und charakteristische Bild
von Michael Schmaus auf der ersten Seite dieses Heftes aus dem Atelier
Klaus Demuth in München. Prof.
Schmaus wurde am 13.12.1993 im Münchener Waldfriedhof beerdigt. Beim
vorausgehenden Requiem hielt der Münchener Erzbischof Kardinal
Friedrich Wetter, Schüler und Freund des Verstorbenen, in der
Pfarrkirche St. Benedikt in Gauting die Predigt. Die
Katholisch-Theologische Fakultät feierte die Eucharistie für Professor
Schmaus am 12.1.1994 in der Universitätskirche St. Ludwig. Es war der
ausdrückliche Wunsch des Verstorbenen gewesen, daß zu diesem Anlaß
Prof. Dr. Richard Heinzmann, Ordinarius für Christliche Philosophie und
Theologische Propädeutik sowie Vorstand des Grabmann-Institutes, sein
Leben und Werk würdigte, wie es einem alten Brauch der Fakultät
entspricht. Bei demselben Gottesdienst dankte der derzeitige Rektor der
Universität, Prof. Dr. Wulf Steinmann, seinem verstorbenen Kollegen und
Amtsvorgänger in einer Gedenkansprache vor allem für dessen unermüdlichen
Einsatz beim äußeren und inneren Wiederaufbau der Universität nach
der Zerstörung durch den Krieg. Wir
dokumentieren im folgenden die Predigt Kardinal Wetters sowie die beiden
Ansprachen anläßlich des Gedächtnisgottesdienstes der Fakultät. Es
sei dies ein bescheidenes Zeichen der Dankbarkeit und der Ausdruck der
tiefen Verehrung einem Mann gegenüber, dessen Leben und Werk nicht nur,
aber ganz besonders für die Katholisch-Theologische Fakultät der
Universität München und die Münchener Theologische Zeitschrift
zugleich Verpflichtung, Herausforderung und Ermutigung ist. Prof.
Dr. Gerhard Ludwig Müller, Hauptschriftleiter der MZhZ. |