5.
Kapitel
Wortlaut der biblischen Schöpfungsaussage
in
Gen 1 u. 2
Wenn
die Texte der Genesis auch allgemein bekannt sein dürften, so scheint es doch
zweckmässig zu sein, sie ebenso wie den babylonischen Schöpfungsmythos im
Wortlaut hierher zu setzen, damit der Leser ohne Mühe unmittelbar vergleichen
kann.
Der
erste Bericht Gen 1, 1-2, 4a lautet: 1. Im Anfang schuf Gott den Himmel und die
Erde. — 2. Die Erde war wüst und leer. Finsternis lag über der Urflut, und
der Geist Gottes schwebte über den Wassern. — 3. Da sprach Gott: Es werde
Licht. Und es ward Licht. — 4. Gott sah, dass das Licht gut war. Da trennte er
Licht von Finsternis. — 5. Gott nannte das Licht Tag, die Finsternis aber
Nacht. Es ward Abend und es ward Morgen: erster Tag, — 6. Dann sprach Gott: Es
entstehe eine Feste inmitten der Wasserwüste, und sie bilde eine Scheidewand
zwischen den Wassern. — 7. Gott schuf das Firmament und schied zwischen den
Wassern oberhalb und unterhalb des Firmaments, und es geschah so. — 8. Gott
nannte das Firmament Himmel. Es ward Abend und es ward Morgen: zweiter Tag. 9.
Sodann sprach Gott: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einen Ort und
es erscheine
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Trockenes. Und es geschah so. — 10. Gott nannte das Trockene Erde und das zusammengeschlossene Wasser Meer. Und Gott sah, dass es gut war. — 11. Da sprach Gott: Die Erde lasse hervorspriessen grüne Kräuter sowie Fruchtbäume, die Früchte tragen nach ihrer Art, in denen Samen ist auf Erden, Und es geschah so. — 12. Die Erde brachte grüne Kräuter hervor, die ihren Samen tragen nach ihrer Art, und die Fruchtbäume, in denen Samen sind nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. - 13. Es ward Abend und es ward Morgen: dritter Tag, — 14. Dann sprach Gott: Es sollen Leuchten werden am Firmament des Himmels, um zu scheiden zwischen der Nacht und dem Tag, und sie sollen zu Zeichen dienen und zu Festzeiten für Tag und Jahre. — 15. Sie sollen Lichtspender an der Feste des Himmels sein, um zu leuchten über der Erde. Und es geschah so. — 16. So machte denn Gott die beiden grossen Leuchten: die grössere, dass sie den Tag beherrsche, die kleinere aber die Nacht, und dazu die Sterne. - 17. Gott setzte sie als Leuchten über die Erde an die Feste des Himmels, — 18. zu beherrschen Tag und Nacht und zu trennen zwischen Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. — 19. Es ward Abend und es ward Morgen: vierter Tag. — 20. Dann sprach Gott: Es sollen wimmeln die Gewässer von Lebewesen und Vögel am Firmament fliegen über die Erde. Und es geschah so. —
21.
Gott schuf grosse Seeungetüme und alle sich regenden lebendigen Wesen, von
denen nach ihren Arten das Wasser wimmelt, und alle flügeltragenden Vögel nach
ihren Arten. Und Gott sah, dass es gut war. —
22.
Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar, mehret euch und erfüllet das
Wasser in den Meeren. Die Vögel aber mögen sich fortpflanzen auf Erden. —
23.
Es ward Abend und es ward Morgen: fünfter
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Tag.— 24. Da sprach Gott: Die Erde bringe lebendige Wesen nach ihrer Art hervor: Vieh, Kriech- und Feldtiere nach ihren Arten. — 25. Gott schuf die Feldtiere, das Vieh und alle Kriechtiere der Erde, jeweils nach ihren Arten. Und Gott sah, dass es gut war. — 26. Dann sprach Gott: Lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde, uns ähnlich; sie sollen herrschen über des Meeres Fische, über die Himmelsvögel, über das Vieh, über alle Landtiere und über alle Kriechtiere am Boden. — 27. So schuf Gott die Menschen nach seinem Bilde, ihm ähnlich schuf er sie, männlich und weiblich. — 28. Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Pflanzet euch fort und mehret euch und füllet die Erde und machet sie Untertan und herrschet über des Meeres Fische, die Himmelsvögel und über alles Erdgetier, das sich regt am Boden. — 29. Gott sprach weiter: Seht, ich gebe euch alles Grünkraut, das auf der ganzen Erde Samen trägt, und alle Bäume mit samentragenden Früchten; dies diene euch als Nahrung. - 30. Allem Feldgetier und allen Himmelsvögeln und allen am Boden kriechenden Tieren, in denen Lebenshauch atmet, gebe ich alles Grünkraut zur Nahrung. Und es geschah so. — 31. Gott sah alles, was er gemacht hatte und siehe es war sehr gut. Es ward Abend und es ward Morgen: sechster Tag.
Gen
2, 1: 1. So wurden vollendet der Himmel und die Erde und alle ihre Gestirne. —
2. Gott vollendete am siebenten Tag sein Werk, das er geschaffen hatte, und
ruhte an diesem Tage von allem seinem Werke, das er gemacht hatte. — 3. Und
Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn. Denn an ihm hatte er von all
seinem Werke geruht, das Gott schuf, indem er daran wirkte.
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