6.
ABSCHNITT
Sinn
und Zweck der Schöpfung
1.
Unterteil
Sinn und Zweck der Schöpfung in der Perspektive Gottes
1.
Kapitel
Das Problem
Über
das in der Überschrift genannte Problem wurde schon mehrfach in kurzen Äusserungen
gesprochen. Es soll jedoch noch im Zusammenhang dargestellt werden. Wir nehmen
den Ausgang von der Überlegung und von der Tatsache, dass Gott im Schöpfungsakt
und in dessen Ergebnis, in der hervorgebrachten, geschaffenen Wirklichkeit sich
selbst zeigt und ausspricht. Man kann fragen, wie und was derjenige ist, der
sich zeigt und der spricht, sowie, was und wie jene Wirklichkeit ist, die er
durch sein Zeigen und durch sein Sprechen hervorbringt. Wer sich die Mühe
macht, auf solche Fragen Antwort zu geben, kann und muss sich zunächst dessen
bewusst werden, dass er
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auch
selbst Zeichen und Wort Gottes ist und zwar für sich selbst.
Man
kann konsequenterweise bei der Lösung des Problems entweder Gott, den Rufenden
und Sichzeigenden, zuerst in den Blick nehmen oder das von ihm Geschaffene. Mit
anderen Worten: Wir können Zeichen und Wort in der Perspektive Gottes sehen und
in der Perspektive des von ihm gesetzten Werkes. Da das Faktum, dass Gott etwas
hervorbringt, das nicht er selbst ist, für den Menschen, der einen Augenblick
davon abstrahiert, dass er selbst ein Geschöpf und demgemäss Gottes Wort und
Zeichen für sich selbst ist, eine alle Erwartungen überschreitende Überraschung
darstellt, dürfte es naheliegen, unsere Frage zunächst in der Perspektive
Gottes des Schöpfers zu erörtern.