1. HAUPTABSCHNITT

Gott als der Schöpfer einer jeden nicht-göttlichen

Wirklichkeit

 

 

1. ABSCHNITT

Gott als Schöpfer nach dem Zeugnis des AT

  

  

1. Kapitel

Die Schöpfung als Voraussetzung für die Menschwerdung des Logos

 

Im vorausgehenden Bande wurde die Existenz Gottes als des Einen und Dreieinigen als Grundlage für das Verständnis des menschgewordenen Gottessohnes, Jesu Christi, dargestellt. Es bedarf jedoch für die Auslegung seines Lebens und seines Tuns einer zweiten aktiven Voraussetzung, und diese ist die Existenz der Welt und der Menschheit. Ohne eine solche Voraussetzung müsste Christus als ein leibloses Geistwesen oder als ein Scheinwesen im Sinne des Gnostizismus verstanden werden. Ohne den Glauben, dass der allmächtige Gott, der zugleich die Allgüte und die All-weisheit ist, die Welt und vor allem den Menschen in

 

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 freier Liebesentscheidung aus nichts geschaffen hat, müsste die Interpretation Jesu Christi in die Irre gehen. Es ist bei dieser Situation verblüffend, dass in der mündlichen und schriftlichen Überlieferung in der Heiligen Schrift die Bezeugung der Welt als eine Schöpfung nicht an einer zentralen Stelle vorkommt und auch lange Zeit nicht ausführlich interpretiert wird.

 

 

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