2. Eigentätigkeit der Geschöpfe
Wenn
die Geschöpfe Eigenwirklichkeit
haben, dann kommt ihnen wesentlich auch Eigentätigkeit zu. Denn Sein schliesst
wesentlich Tätigsein in sich, anders im Menschen, anders in der Materie. Bei
den Geschöpfen hat das Tätigsein den Sinn der Selbstverwirklichung, dies
jedoch nur unter dem Einfluss
der schöpferischen
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Wirksamkeit
Gottes. Während das Tun Gottes nicht seiner eigenen Vervollkommnung
dienen kann, sondern reiner Ausdruck seiner Vollkommenheit
ist, da er die absolute Vollkommenheit ist, kann der Mensch sich selbst, nämlich
seine vollkommene Gestalt, nur gewinnen durch das Tun, wobei allerdings auch
sein Tun als Ausdruck der von ihm jeweils schon erreichten
Vollkommenheitsgestalt gilt. Er muss sich in Freiheit nach seiner wahren Gestalt
in der Zukunft ausstrecken. Endgültig
wird er diese erst gewinnen in jener äussersten Zukunft, in welcher die ganze
Welt und die einzelnen Menschen nach dem Modell des auferstandenen Christus
verwandelt und von Gott in das
ewige Gespräch mit ihm selbst
und untereinander aufgenommen werden. Aber auch diese Tätigkeit steht unter dem
Gesetz alles Geschaffenen, dass sie nämlich
eine dem Geschöpf wirklich zukommende und zugleich eine von Gott abhängige,
also eine von ihm gewirkte Tätigkeit ist, Gott macht, dass die Welt und die
Menschen sich selber machen (Teilhard
de Chardin).