4.
Kapitel
Die Weltüberlegenheit und die Würde des Menschen
Wie
wir gesehen haben, ist Gott in seinem innersten Sein dialogisch. Der Vater führt
wesensmässig einen Dialog mit dem Sohn. Dieser Dialog vollzieht sich in jener
Selbstbejahung Gottes, welche wir den Heiligen Geist nennen. So ist der Dialog
eigentlich ein Trialog. In einem undurchdringlich geheimnisvollen Tun entäussert
sich Gott in das Nicht-göttliche hinein, so dass eine nicht-göttliche
Spiegelung des göttlichen Dialoges entsteht. Dies bedeutet nicht nur eine
Parallelität zwischen dem Göttlichen und dem Nicht-göttlichen oder einen
Parallelverlauf zwischen dem göttlichen Dialog und einem Dialog in dem nicht-göttlichen
Bereich. Gott bleibt vielmehr in seiner Selbstentäusserung dem nicht-göttlichen
Bereich immerfort aktiv zugewandt und zieht ihn in seinen eigenen innergöttlichen
Dialog hinein. Gott kann den innergöttlichen Dialog nicht substantiell
anreichern durch den Dialog mit einer nicht-göttlichen Wirklichkeit. Er will
jedoch den innergöttlichen Dialog analog darstellen durch den Dialog mit der
nicht-göttlichen Wirklichkeit. Diese Absicht
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Gottes fordert, dass die nicht-göttliche Wirklichkeit des Dialogs mit Gott fähig ist, und zwar in seiner unbedingten und ungefährdeten Intensität.