e) Die Sünde und die Struktur der Welt
Diese
traditionellen Erklärungen bieten vielfache und entscheidende Lösungen. Aber
sie dürften das Grauen und das Unheimliche, welches das Böse sowohl in der
Gestalt der Sünde als auch in der Gestalt des Unglücks (der sogenannten
physischen Übel) schon immer, aber heute infolge der technischen Fortschritte
in einem unbegreiflichen Masse auf die Menschheit stürzen lässt, in manchen
ihrer Einzelelemente nicht in jener abgründigen Ernsthaftigkeit beurteilen, die
ihm gebühren.
Insbesondere
muss diese Erklärung von der Behauptung befreit werden, dass die Welt ohne Sünde
eine andere Struktur hätte, so dass es keine Erdbeben, keine Flutkatastrophen
oder sonstige vom Menschen unabhängigen Unglücksfälle gäbe. Thomas von Aquin
lehnt eine solche phantasievolle These ab. Was sich infolge der Sünde geändert
hat, ist, wie wir sehen werden, nicht die Struktur der Welt, sondern die
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und die aus ihr sich ableitende Verhaltensweise des Menschen.