5. Kapitel

Der Offenbarungsglaube —

keine Bedrohung der menschlichen Grundwerte

Von grösster Tragweite ist es für die Auseinandersetzung mit den genannten Formen des Atheismus, dass sich im einzelnen zeigen lässt, wie wenig die berechtigten Interessen, die dem Menschen am Herzen liegen (Freiheit, mitmenschliche Existenz, Weltenga-

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gement, Eigenständigkeit der Welt) durch den Gottesglauben nicht nur nicht bedroht werden, sondern ihre tiefste Begründung, ihren Schutz, ihre Verpflichtung und ihre Berechtigung finden. Denn Gott umfängt schöpferisch Natur und Geschichte und führt deren Bewegungen, ohne hemmend einzugreifen, der Fülle in der Zukunft entgegen. Es gibt nicht die Alternativen: Gott oder Freiheit, Gott oder Mitmensch, Gott oder Welt. Wenngleich der Dualismus, d. h. die Verschiedenheit von Gott und nichtgöttlichem Sein auf keine Weise beseitigt werden kann, so gibt es doch auf der anderen Seite nur die Einheit von Gott und Natur, von Gott und Geschichte, von Gott und Freiheit, von Gott und Mitmensch, von Gott und Welt. Dies sei an folgenden Beispielen erläutert.  

 

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