3.
Kapitel
Ankündigung des Messias im AT
»Gottes
Geschichtsplan im Alten Bund zielte vor allem darauf, das Kommen Christi, des
Erlösers des Alls, und das Kommen des messianischen Reiches vorzubereiten,
prophetisch anzukündigen (vgl. Lk 24,44; Joh 5,39;1 Petr 1,10) und in
verschiedenen Vorbildern anzuzeigen (vgl. 1 Kor 10,11). Die Bücher des Alten
Bundes erschließen allen, entsprechend der Lage, in der sich das
Menschengeschlecht vor der Wiederherstellung des Heils in Christus befand.
Wissen über Gott und Mensch und die Art und Weise, wie der gerechte und
barmherzige Gott an den Menschen zu handeln pflegt. Obgleich diese Bücher auch
Unvollkommenes und Zeitbedingtes enthalten, zeigen sie doch eine wahre göttliche
Erziehungskunst. Ein lebendiger Sinn für Gott drückt sich in ihnen aus. Hohe
Lehren über Gott, heilbringende menschliche Lebensweisheit, wunderbare
Gebetsschätze sind in ihnen aufbewahrt. Schließlich ist das Geheimnis unseres
Heiles in ihnen verborgen. Deshalb sollen diese Bücher von denen, die an
Christus glauben, voll Ehrfurcht angenommen werden.
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Gott,
der die Bücher beider Bücher inspiriert hat und ihr Urheber ist, wollte in
Weisheit, daß der Neue im Alten verborgen und der Alte im Neuen erschlossen
sei. Denn wenn auch Christus in seinem Blut einen neuen Bund gestiftet hat (vgl.
Lk 22,20; 1 Kor 11,25), erhalten und offenbaren die Bücher des Alten Bundes,
die als Ganzes in die Verkündigung des Evangeliums aufgenommen wurden, erst im
Neuen Bund ihren vollen Sinn (vgl. Mt 5,17; Lk 24,27; Röm 16,25-26; 2 Kor
3,14-16), wie sie diesen wiederum beleuchten und deuten« (II. Vatik. Konzil,
Konst. über die göttliche Offenb., DV Nr.15f).