4.
ABSCHNITT
»Unsterblichkeit«
und Auferweckung
1.
Kapitel
Das
Problem
Durch eine vor etwa 30 Jahren entstandene
Diskussion ist die Problematik in das Licht getreten, ob das Fortleben des
Menschen über den Tod hinaus in der »Unsterblichkeit der Geistseele« begründet
ist und am »Ende der Welt« mit der Auferweckung von den Toten zur Vollendung
kommt, oder ob im Tode selbst die Vollendung, d.h. die Auferweckung stattfindet.
An der Diskussion beteiligen sich immer mehr Theologen. Ja, vielleicht darf man
sagen, dass die Zahl derer, welche eine »Auferweckung« im Tode annehmen und
daher eine Wartezeit zwischen dem Tode und der allgemeinen Totenerweckung am
»Jüngsten Tage« ablehnen, ziemlich groß geworden ist, dass sich aber die
traditionelle Erklärung in der überwiegenden Zahl der Veröffentlichungen zu
Worte meldet.
Die Diskussion hat sich in den letzten
Jahren vor allem konzentriert auf ein mit großer Entschiedenheit geführtes
literarisches Gespräch zwischen G.Greshake - G. Lohfink, Naherwartung,
Auferstehung, Unsterblichkeit. Untersuchungen zur christlichen Eschatologie,
3.erw. Aufl., (in: Quaestiones disputatae) einerseits und J.Ratzinger (als
Professor), Eschatologie, Tod und ewiges Leben, 2. Aufl., 1978 sowie: Zwischen
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Tod und
Auferstehung. Internat. Katholische
Zeitschrift, 9, 1980, 209-224 andererseits.