11.
Kapitel
Endgültigkeit
des Todes
1.
Biblische Lehre
Der Tod schafft Endgültigkeit. Im Tode
verlässt der Mensch den Status viae und tritt ein in den Status termini. In der
Schrift kommt mit hinreichender Deutlichkeit zum Ausdruck, dass es jenseits
der Todeslinie für den Menschen keine Möglichkeit mehr gibt, sich für oder
gegen Gott zu entscheiden, dass vielmehr die während des Lebens und in ihrer
zusammengefassten und konzentrierten Intensität im Tode gefällte Entscheidung
für immer maßgebend bleibt (Lk 16,19-31; Mt 25,1 ff; 10,9,4; Gal 6,10; 2 Kor
5,1-10; Apg 2,10; Mt 10,28; Lk 23-43; Joh 14.2f; Phil 1,20-23; 1 Petr 1,3-9;
vgl. das kommende Kapitel über die Unsterblichkeit der Geistseele).
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In der Väterzeit
tritt uns die Überzeugung von der Endgültigkeit des im Tod erreichten
Zustandes entgegen, wenn von den Toten gesagt wird, dass sie in Frieden
ruhen, dass sie in Gott leben. In den Märtyrerakten wird unzählige Male der
Tag des Martyriums als der Tag der Geburt bezeichnet, als der Tag, an dem der Märtyrer
zur Herrlichkeit Christi, zur Freude des ewigen Lebens eingeht.