3.
Kapitel
»Auferstehung
vom Tode« »im Tode selbst«?
Manche katholischen Theologen der
Gegenwart, insbesondere G. Lohfink und G.Greshake, versuchen die Frage durch die
Annahme zu klären, dass der Prozess der Totenerweckung seit der Auferweckung
Jesu und der Aufnahme Marias in Herrlichkeit im Gang geblieben ist, und zwar
derart, dass jeder Mensch schon im Tode selbst vom Tode auferweckt wird. Der Tod
sei also ein Übergang von der irdischen in eine völlig neue
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Existenzweise. Dieses
Problem wird im Laufe der weiteren Ausführungen näher erörtert werden. Die
erwähnten Autoren nehmen an, dass jeweils schon im Tode selbst eine
Verwandlung zu einer neuen leiblich-geistigen, »verklärten« Existenz erfolge.
Danach würde die Auferweckung vom Tode für den Einzelnen nicht ein Ereignis
der Zukunft, sondern ein Ereignis am Ende seines Lebens sein, ein Übergang,
durch welchen das geschichtlich-irdische Dasein in die verklärte Existenz
nach dem Urbild des auferstandenen Herrn hinübergewandelt wird. Schon an dieser
Stelle muss betont werden, dass die genannte These wichtigen theologisch
kirchlichen Positionen nicht gerecht wird.