Zweiter Hauptabschnitt

 Der Tod

1. ABSCHNITT

Der Tod als Geschehen

1. Kapitel

Vorbemerkung

 Wie schon im »Vorwort« sei an dieser Stelle noch einmal betont: Während in der früheren Auflage mei­nes Werkes die sogenannte »allgemeine« Eschatologie in ihrem vollen Umfang der individuellen vorangestellt wurde, um so auf das Gemeinschaftliche mit Nach­druck hinzuweisen, wird in dieser Ausgabe die »indivi­duelle« Eschatologie, natürlich nach der christologischen Gesamtorientierung vorangesetzt. D. h., es wird das Schicksal des Einzelnen zuerst behandelt und dann erst die Gesamtvollendung. Dies dürfte ein theo­logisches Gegengewicht gegen einen heutigen, säku­laren Trend sein. Der Grund liegt in einer dreifachen Überlegung: Die Heilige Schrift bzw. Jesus selbst

 

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scheint bei aller Betonung des Gemeinschaftlichen vor allem das Schicksal des Einzelnen im Blick zu haben. Dazu kommt, dass sich die Gesamtvollendung nur ver­stehen lässt aus der Vollendung oder besser gesagt aus der Vorvollendung bzw. der ersten Stufe der Vollen­dung aller einzelnen. Dazu kommt, dass in unserer Ge­genwart mit ihrem Überdruss an der Einebnung des einzelnen in das umgreifende Ganze die Frage nach dem Schicksal des einzelnen wieder stark in den Vor­dergrund tritt. Die Antwort darauf kann man nicht ge­ben, wenn man sich nur auf der horizontalen Ebene bewegt ohne den Aufschwung in die Vertikale. Dies bedeutet: Ohne Offenbarung bleibt die Frage unlös­lich, falls sie nicht zum Nihilismus führen soll.

  

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