10.
Ankunft bei Gott in vorläufiger Vollendung bzw. Ankunft Gottes in der Kirche
und so in der Menschheit
Wenn auch die Gesamtbewegung der
Geschichte und der Weltevolution auf Vollendung hinzielt, so bringt es doch der
Lauf der Geschichte mit sich, dass die meisten Menschen bei Gott ankommen, bevor
für die Gesamtheit die Stunde der gnadenhaften letzten Vollendung schlägt. Es
ist, wie wir noch genauer sehen werden, kirchliche Lehre, dass die in der
Gnade Gottes sterbenden Menschen durch den Tod hindurch zum Dialog mit dem sich
unverhüllt schenkenden Gott und untereinander in höchster Intensität
gelangen. Wie das Wort »durch den Tod hindurch« näher zu verstehen ist,
wird sich noch zeigen. Nach der traditionellen Überzeugung wird dieser
Vorgang des Dialoges erst eintreten nach der Auferweckung von den Toten am Jüngsten
Tag und durch die Aufnahme aller Gott liebenden Menschen in die umfassende brüderliche
Gemeinschaft. So steht auch noch über dem Leben der schon bei Gott Angekommenen
bzw. der von Gott in seine unmittelbare Nähe berufenen Menschen zwar
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das Wort »schon
erreicht«, aber zugleich das Wort »noch nicht«. Der »Himmel« in seiner höchsten
Stufe wird gewonnen in der leiblichen Verklärung aller für die endgültige
Gemeinschaft Geeigneten.