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Das II. Vatikanische Konzil
Das II.Vatikanische Konzil hat diesen
Zusammenhängen Rechnung getragen, wenn es folgendes sagt: »Christus hat, von
der Erde erhöht, alle an sich gezogen (vgl. Joh 12,32). Auferstanden von den
Toten (vgl. Röm 6,9), hat er seinen lebendigen Geist in die Jünger
hineingesandt und durch ihn seinen Leib, die Kirche, zum allumfassenden
Heilssakrament gemacht. Zur Rechten des Vaters sitzend, wirkt Jesus Christus
beständig in der Welt, um die Menschen zur Kirche zu führen und durch sie
enger mit sich zu verbinden. Mit seinem eigenen Leib und Blut nährt er sie und
macht sie seines verherrlichten Lebens teilhaftig. Die Wiederherstellung also,
die uns verheißen ist und die wir erwarten, hat in Christus schon begonnen,
nimmt ihren Fortgang in der Sendung des Heiligen Geistes und geht durch ihn
weiter in der Kirche, in der wir durch den Glauben auch über den Sinn unseres
zeitlichen Lebens belehrt werden, bis wir das vom Vater uns in dieser Welt übertragene
Werk mit der Hoffnung auf die künftigen Güter zu Ende führen und unser Heil
wirken (Phil 2,12). Das Ende der Zeiten ist also bereits zu uns gekommen (vgl.
1 Kor 10,11), und die Erneuerung der Welt ist unwiderruflich bestimmt und wird
in dieser Weltzeit in gewisser Weise wirklich vorausgenom-
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men. Denn die Kirche
ist schon auf Erden durch eine wahre, wenn auch noch unvollkommene Heiligkeit
ausgezeichnet. Bis es aber einen Neuen Himmel und eine Neue Erde gibt, in denen
die Gerechtigkeit wohnt (vgl. 2 Petr 2,13), trägt die pilgernde Kirche in ihren
Sakramenten und Einrichtungen, da sie zu dieser Weltzeit gehören, die Gestalt
dieser Welt, die vergeht. Sie verweilt in der Schöpfung, die bis jetzt noch
seufzt und in Wehen liegt und die Offenbarung der Kinder Gottes erwartet (vgl. Röm
8,19-20)« (Konstitution über die Kirche, Art. 48).