3. Gottes tätige Begleitschaft

 

Für ihren schweren Schritt durch die Geschichte hindurch hat Christus der Kirche eine Wegzehrung be­reitet. Es ist das eucharistische Opfermahl. In der Feier der Eucharistie erfährt sie immer wieder den Sinn ihrer Existenz und ihres Auftrags. Sie formiert sich hierbei stets von neuem als das Volk Gottes, welches der ge­heimnisvolle Leib Jesu Christi ist. Indem sie das Ge­dächtnis des Herrn im eucharistischen Mahlopfer be­geht, sammelt sie sich immer wieder in sich selbst, um von ihrer eigenen Mitte her weiterzuschreiten nach dem fernen Ziele. Sie hat die Verheißung, dass sie nicht durch soziologische oder kulturelle Gebilde in­ner­geschichtlicher Art in die Untergänge der Ge­schichte hin­eingezogen wird, dass sie vielmehr leben­dig bleibt bis zur letzten Stunde.

 

4. Eine letzte Stunde der Geschichte?

 

Dass es eine letzte Stunde der Geschichte gibt, ist nicht selbstverständlich. Es ist geoffenbart, wenn wir auch auf keine Weise und mit keinerlei Mitteln, mit kei-

 

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ner Zeitrechnung diese Stunde datieren können. In ihr wird sich die gesamte geschaffene Wirklichkeit in ex­plosiver Heftigkeit öffnen oder vielmehr sie wird von Gott geöffnet werden, insofern Christus und in ihm Gott selbst sichtbar aus ihrer Transzendenz hervortre­ten. Diese These begreift in sich das Ende bzw. eine verwandelte Gestalt des gesamten Alls. In jener Zu­kunfts­stunde wird die Kirche die Gestalt, die zu ihrer Geschichte gehörte, verlieren und daher aufhören, als Kirche weiter zu existieren. Es wird keine Hierarchie, keinen Papst, keine Bischöfe, keine Wortverkündi­gung, selbst wenn diese alle durch das »unauslöschli­che Merkmal« bezeichnet bleiben, keine Sakramente, kein Kreuz mehr geben, sondern nur eine brüderliche Gemeinschaft von Menschen, die, ganz an Gott, die Liebe in eigener Person, hingegeben, untereinander in einem erfüllenden Austausch stehen.

  

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