5. Kapitel

 

»Letzte« und »relative« Zukunft

 

Wenn die Theologie die »letzte« und die »relative« Zukunft, d.h. die Erde mit allen ihren Implikationen als relative und Gott als absolute Zukunft proklamiert, so wird hierin die Zusammengehörigkeit von absoluter und relativer Zukunft zum Ausdruck gebracht.

Die weltimmanenten Zukunftshoffnungen können von der Hoffnung auf die absolute Zukunft nicht über­sprungen werden, weil man Gott nicht verstehen kann ohne die von ihm geschaffene menschliche Freiheit und Würde. Gott ist aufgrund seiner Zuwendung zu den Menschen konkret immer Gott für die Menschen. Gott und die Welt, Gott und Mensch können nicht so voneinander getrennt werden, dass von dem einen die Rede sein kann, ohne dass auch von dem anderen ge­redet wird. Gott ist seit der Schöpfung immer Gott in der von ihm geschaffenen Welt, in der Geschichte, in den einzelnen Menschen, und die Welt ist immer Welt von, durch und in Gott. Es sei an die Selbstbezeich­nung Gottes als Jahwe erinnert. Diese bedeutet ja so­viel wie: Ich bin derjenige, der immer da ist.

 

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