3. Kapitel

 

Immanenz und Transzendenz

 

Alles menschliche Mühen, insbesondere jenes des von Christus erlösten Menschen verläuft nicht nur auf der Bahn der Welt, es streckt sich vielmehr in die Transzendenz hinein und zwar aufgrund der früher dargestellten Tatsache, dass nach dem Zeugnisse der Bibel Christus der Mittler der Welterschaffung ist. In­dem alles Profane und Welthafte sich der Transzen­denz entgegenbewegt, bewegt es sich seiner wahren Identität entgegen. Wenn man für die Transzendenz das Wort »absolut« gebraucht, so darf dies nicht im Sinne einer ewigen Statik, eines ewigen Stillstandes interpretiert werden. Die Aussicht auf eine in dieser Weise absolute Zukunft wäre wohl für den Menschen mehr abschreckend als anziehend. Der Ausdruck will sowohl die Universalität als auch die Endgültigkeit der Zukunft zum Ausdruck bringen. Die absolute Zukunft ist jedoch nicht ein Endpunkt, sondern ein Zielpunkt, und zwar von unendlicher, ja unerschöpflicher Fülle, indem sich die Welt und die Menschen in einer immer­währenden Lebensintensivierung, aufgrund der immer tiefer greifenden Bewegung, mit dem unendlichen Gott, mit der unendlichen Liebe befinden.

 

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