c) Der Bund
Der klarste Ausdruck von Gottes Huld war der Bund (Ex 34,10), den Gott mit dem von ihm erwählten Volke geschlossen hat und dem er trotz der immer wieder
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auftretenden Treulosigkeit des Volkes in unerschöpflichem Erbarmen die Treue hält. (Dt-Jes 54f; Hos 2,21 f). Über Gottes gnädiger Bundesschließung und Bundestreue steht als Leitmotiv das Wort, das Mose empfing, als Gott den mit Abraham geschlossenen Bund erneuerte (Ex 34,6): »Jahwe Gott, barmherzig und gnädig, langmütig, groß an Huld und Treue.« Bund und Gottes Huld gehören unlöslich zusammen (1 Kon 8,23; Dtn 7,12). Der Bund gründet in der Liebe des Bundesherrn. Darin ist der Bund verläßlich und wird nicht durch die Untreue des menschlichen Bundespartners gefährdet (Pss 89,19; 106,45). Gottes Gnade erscheint also in der Bundesschließung als huldvolle Gesinnung. »Wie die Gunst des Königs auf einem Menschen (Est 2,9) oder die HuJd persischer Könige auf Israel ruhen kann (Esr 9,9), so ruht Gottes Gnade auf seinem Volke« (J. Hermann, Art. Gnade, in: H. Fries, Handbuch theologischer Grundbegriffe, l, München 1962, 549).