2. Die christologische Struktur der Gnade
Die Gnade im eigentlichen Sinn trägt christologische Züge. Denn in der konkreten Heilsordnung gibt
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es keine Gnade, die nicht durch Christus vermittelt ist und ihm ähnlich macht (Eph 1,3-14). Christus ist, wie schon angedeutet wurde und später ausgeführt wird, sowohl die causa efficiens, der Wirkgrund, als auch die causa exemplaris, das Urbild der gnadenhaften Existenz. Denn diese ist eine Nachgestaltung der durch die »hypostatische Union«, insbesondere aber durch den Kreuzestod hindurch in der Auferstehungsexi-stenz hervorgetretenen und verwirklichten Existenz-weise. Man kann daher die Gnade auch bestimmen als jene Existenzform, deren Grund und Urbild Christus ist. Jede Gnade ist Christusgnade, und jede Christusbegegnung ist Gnade.