Vorwort

Für den letzten, den G.Band, ist formal charakteri­stisch, daß in ihm zwei Traktate, die in den üblichen dogmatischen Lehrbüchern getrennt sind, die Lehre von der Gnade bzw. der Rechtfertigung sowie vom Tode und den Letzten Dingen, zu einem einzigen Band mit zwei Teilbänden verbunden sind. Dadurch kommt die enge Zusammengehörigkeit des Irdischen und des Ewigen schon äußerlich zum Ausdruck. Der erste.Teil-band behandelt die Voraussetzung und die Grundla­gen des ewigen Lebens, der zweite die Erfüllung des im Glauben an Gott vollzogenen irdischen Lebens.

Eine zweite, besonders für den ersten Teilband wichtige Note liegt in seiner ökumenischen Tendenz. Zahlreiche Gespräche in ökumenischen Kreisen sowie das II. Vatikanische Konzil haben zu der Erkenntnis ge­führt, daß es in den in diesem Band behandelten Fra­gen keine Unterschiede oder Gegensätze gibt, die eine Kirchentrennung rechtfertigen oder gar erzwingen würde. Die noch verbleibenden Differenzen sind von der Art, daß sie im Angesichte des heutigen weltwei­ten Atheismus und den ungezählten Anfeindungen des Christentums in den Hintergrund treten und vom Gemeinsamen überdeckt werden oder vielmehr in ihm aufgehoben erscheinen. Dies ist umso erstaunlicher, weil gerade die These vom alleinseligmachenden Glau­ben als der articulus stantis et cadentis ecclesiae be­trachtet wurde. Die heutige Diskussion zeigt, wieviele Mißverständnisse und Emotionen in der Entstehung der kirchlichen Gegensätze Mauern aufgebaut haben, die nicht nur überflüssig sind, sondern dem Gesamt­christentum schweren Schaden zugefügt haben.

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Für die historischen Partien erwies sich als beson­ders wertvoll das Werk von J. Marti n-Pal ma, Hand­buch der Dogmengeschichte, Bd. IM, 5f: Gnadenleh­re: Von der Reformation bis zur Gegenwart.

Wiederum muß ich vielen Helfern danken. Mein Dank gilt an erster Stelle Frau Dorle Buchbauer, die in selbstloser Erstellung des Manuskriptes neben ihrem Beruf zahllose Stunden dem Werke geopfert hat. Von Band 3 an hat auch Herr Franz Echterhoff in mannigfa­cher Weise am Manuskript mitgearbeitet. Hierfür schulde ich auch ihm besonderen Dank. An den Kor­rekturen wirkten mit Frau Reg.-Direktorin Monika Stoermer, Syndika der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, wiederum Herr Franz Echterhoff, Herr Ministerialrat K. Paintner sowie meine Nichte, Frl. Elisabeth Hölzl. Ihnen allen weiß ich mich zu tiefem Dank verpflichtet.

Das Werk ist nun abgeschlossen und kann seine Reise antreten. Ich betone noch einmal, daß eine Aus­wahl der Literatur und Register in einem eigenen Band folgen werden.

Gauting, Pfingsten 1982

Michael Schmaus

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