b) Der Glaube sis Schauen und als Gehorsam

Der Glaube wird denn auch in der Schrift sowohl als Schauen und Sehen wie auch als Gehorsam gekenn­zeichnet (Eph 2,4-9; 3,1 -10.19; 1 Kor 2,16; Joh 6.45; Rom 1,5.17; 3,28; 4,35; 5,7; 6,17; 15,18; 24,4.18;

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Gal 2,16; Phil 3,4-9). Er ist ein Überzeugtsein von dem noch nicht Geschauten, von einer verborgenen Wirk­lichkeit (Hebr 11,1). Den Ephesern wird gesagt (Eph 3,14-19): »Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Va­ter unseres Herrn Jesus Christus, daß er nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit euch verleihe, mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist am inneren Menschen, daß Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe wurzelt und Grund fasset, damit ihr mit allen Heiligen begreifen möget, welches die Breite und die Länge, die Höhe und die Tiefe sei und erkennet die Liebe Christi, die alles Er­kennen übersteigt, damit ihr mit der ganzen Fülle Got­tes erfüllt werdet« (vgf. Rom 5,3; 6,3.9; 8,28; 1 Kor 3,16; 6,2.3.19; 15,28; 2 Kor 1,7; 4,14; 5,1.6; Gal 2,16; Eph 6,8; Kol 3,24; 4,1; 1 Thess 1,4; 5,21.

Damit der Mensch die in Jesus Christus hervorge­tretene Liebe Gottes erkenne, muß er von der Selbst­herrlichkeit seines Geistes frei werden und seine Er­kenntniskraft dem göttlichen Geiste anheimgeben. Nur in der gehorsamen Überantwortung des eigenen Geistes an den Gottesgeist gewinnt der Mensch die Sehkraft, welche den in Christus enthüllten und zu­gleich verhüllten Wirklichkeiten zugeordnet ist. »Ob­gleich wir im Fleische wandeln, ziehen wir doch nicht nach Fleisches Weise zu Felde. Denn die Waffen unse­res Fetdzuges sind nicht »fleischlich«, sondern mäch­tig vor Gott zur Zerstörung von Bollwerken, indem wir Trugschlüsse zerstören und jegliches Hochragende, das sich wider die Erkenntnis Gottes erhebt, und in­dem wir gefangennehmen jegliches Denken in den Ge­horsam Christi und indem wir bereitstehen, jeden Un­gehorsam zu strafen, wenn erst euer Gehorsam vollen­det ist« (2 Kor 10,3-6; vgl. Rom 10,9.14.17; 1 Kor 3,5; 15,2; 2 Kor 5,20; 13,3; Gal 3,2.5; IThess 2,13). Im

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Glauben verzichtet der Mensch darauf, seinen eigenen einsichtslosen Willen hartnäckig durchzusetzen (Rom 9,32; 10,2). Die Wirklichkeit, die er in der gehorsamen Hingabe an Gott ergreift, ist von der Erfahrungswirk­lichkeit, die dem natürlichen Menschen vertraut ist, verschieden. Auch wenn er sie im Glauben »schaut«, bleibt sie ihm dennoch zugleich unanschaulich und fremd. Sie ist vertraut und unvertraut zugleich (Rom 4,18; 1 Kor 1,18-31; 2 Kor 4,18; 5,7).

  

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