2. ABSCHNITT

 

Die allgemeinen amtlichen Texte

in der Alten Kirche

 

1. Kapitel

 

 Das Apostolische Glaubensbekenntnis

 

 

Das älteste Zeugnis bietet das Apostolische Glau­bensbekenntnis, nicht in seiner Urform, welche nur den Glauben an die Trinität enthält, sondern in einer fortentwickelten Gestalt, welche die Menschwerdung des ewigen Gottessohnes, seine Kreuzigung und seine Auferstehung aussagt. Sowohl in der morgenländi­schen als auch in der abendländischen Gestalt dieser Weiterentwicklung wird (mit kleinen Abweichungen) der Empfang durch den Heiligen Geist und die Geburt aus Maria der Jungfrau ausgedrückt (z. B. in dem Text des Hippolyt von Rom, Traditio Apostolica vom Jah­re 215 bzw. 217; DS 10ff, der als Taufsymbol in Frage­form verwendet wurde).

Ein anderes Beispiel: Tyrannius Rufinus (gest. 410) bringt in seinem Kommentar zum Apostolischen Glau­bensbekenntnis (ca. 404) den Text: »Der geboren ist vom Heiligen Geist und von Maria der Jungfrau.« Zu­gleich berichtet er, dass im Glaubensbekenntnis seiner Heimat Aquilea steht: »Geboren vom Heiligen Geist aus Maria der Jungfrau.« Der Autor bietet das altrömi­sche Symbolum (D 12).

 

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