2.
Spezifische Auslegungsmethode
In
der Enzyklika »Divino afflante spiritu« (1943) fordert Papst Pius XII.
entsprechend der heutigen Wissenschaft bestimmte methodische Grundsätze für
die Auslegung der Heiligen Schrift. Diese spielen naturgemäß für die
Hermeneutik des Neuen Testamentes eine besondere Rolle. Sie sind denn auch
Gemeingut der Theologen.
Auf
dieser Grundlage ist der alttestamentliche Verheißungscharakter für den
Messias und seine Mutter zu verstehen. Die Forderung des Papstes bedeutet folgendes:
Es ist die Denkweise und das Glaubensbewußtsein jener Zeit zur Kenntnis zu
nehmen und zu
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beachten
und das in den Texten Gemeinte nach seinem Grundsinn zu erfassen.