2.
Kapitel
Skizze
der Hauptereignisse im Leben Marias
Was
uns die Schrift über Maria bezeugt, zeigt unzweifelhaft, dass schon innerhalb
des apostolischen Zeitalters das gläubige Interesse an der Mutter Jesu von
uranfänglichen Keimen zu immer größerer Intensi-
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tät
herangewachsen ist. Die Glaubensberichte über Maria als Mutter Jesu (Mk 3,31;
Mt 12,47; 13,55; Lk 8,19-21; Apg 1,4) nehmen mit dem Wachstum des
neutestamentlichen Schrifttums immer größere Breite und Tiefe an. Zunächst
konzentriert sich das Glaubensinteresse offensichtlich auf die alles
entscheidenden Ereignisse des Todes und der Auferweckung Jesu.
Von
Maria erfahren wir aus den evangelischen Texten, dass sie aus Nazaret stammt,
dass sie mit Josef aus dem Hause Davids verlobt, aber noch nicht »heimgeführt«
war (Mt 1,18); Lk 1,26ff). Ob sie selbst eine Da-vididin war, kann man aus dem
Text nicht mit Sicherheit entscheiden. Damit Jesus rechtlich als Davidssohn
und daher als Erbe des Davidsreiches gelten konnte, genügte die Zugehörigkeit
Josefs, seines rechtlichen Vaters, zum Geschlechte Davids. Ferner berichtet die
Bibel von der Geburt in Bethlehem, von der Flucht nach Ägypten, von Marias
Teilnahme an der Hochzeit zu Kana, von dem Versuch der Verwandten, Jesus von
seiner Verkündigungstätigkeit abzuhalten, von Maria unter dem Kreuze, von
ihrer Erwartung des Heiligen Geistes im Kreise der Jünger.