3. Kapitel

 

Die Anfänge

 

Theologiegeschichtlich ist die Mariologie bestimmt durch den von Anfang an verkündeten Glauben von der Jungfräulichkeit der Empfängnis und der Geburt Jesu und durch die sich daran anschließende Lehre von der »immerwährenden« Jungfräulichkeit Marias sowie durch die Aussage von Maria als der Gottesge-bärerin bzw. der Mutter Gottes. Das Bekenntnis, dass Maria die jungfräuliche Mutter des Herrn und daher Mutter Gottes ist, bildet die Grundlage für alle übrigen mariologischen Aussagen. Sie gibt ihnen die feste und sichere geschichtliche Orientierung. Alle Vorzüge Ma­rias sind Folgen ihrer Mutterschaft und können aus ihr entfaltet werden. Diese aber ist begründet im Willen Gottes und seinem ewigen Heilsplan.

Das Bekenntnis zur Würde Marias als der Mutter des Herrn und der Mutter Gottes begegnet uns sowohl in den ökumenischen Konzilien der Alten Kirche als auch in den Generalkonzilien des Mittelalters und in der immerwährenden kirchlichen Glaubensverkündi­gung.

Nebenher läuft schon in den ersten Jahrhunderten das Problem der Sündelosigkeit Marias. Diese kirchli­chen Glaubensvorstellungen haben ihre Basis in der Heiligen Schrift und deren kirchlicher Auslegung.

 

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