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Teilnahme am Tode Jesu Christi
Daraus
erkennen wir klar: »Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der Leib,
welcher der Sünden-
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macht
hörig war, gänzlich vernichtet werde, so daß wir nicht mehr der Sündenmacht
dienstbar sind. Denn wer gestorben ist, ist eben mit dem Tode von der Herrschaft
der Sünde frei geworden. Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, dann haben
wir die Zuversicht, daß wir auch mit ihm leben werden. Wissen wir doch, daß
Christus, da er von den Toten erweckt war, nicht mehr stirbt, daß kein Tod mehr
über ihn Gewalt hat. Denn den Tod, den er gestorben ist, ist er zuungunsten
der Sündenmacht gestorben, ein für allemal; aber was er lebt, lebt er Gott.«
In diesem Text behauptet Paulus nicht, daß wir aus der Liturgie, nämlich
durch die Taufform des Untertauchens das Verständnis für die Taufe als einer
Teilnahme am Tode Jesu Christi gewinnen. Das Verständnis der christlichen Existenz
als Teilnahme am Heilsschicksal Jesu Christi steht für Paulus von vorneherein
fest. Aufgrund dieser seiner Interpretation der Taufe bzw. der durch die Taufe
geschaffenen Christusexistenz wird ihm das Untertauchen in der Taufspendung zu
einem Bilde des Begrabenwerdens Jesu Christi. Was ihm von vorneherein
feststeht, wird von ihm illustriert durch das Taufgeschehen. Das Untertauchen
ist gewissermaßen ein Begrabenwerden nach der Ähnlichkeit des Begräbnisses
Jesu Christi. Formell sieht Paulus nur in dem Hinabsteigen in das Wasser die
Ähnlichkeit mit dem Vorgang des Begräbnisses Jesu Christi. Er zieht jedoch
den Schluß, daß der mit Christus sterbende, nämlich der dem alten Menschen,
dem Adamsmenschen absterbende Mensch, auch an der Auferweckung Christi Anteil
bekommt, ohne daß diese Teilnahme an dem Auferstehungsleben Jesu Christi in dem
Taufvorgang selbst bildlich zum Ausdruck kommen würde.
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