3.
Christusbezug
a)
Das Christusmal
Die
Eingliederung in die Kirche schließt in sich die Eingliederung in Christus,
d.h. einen besonderen Bezug zu Christus und eine Verähnlichung mit Christus
als dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Dies letztere Element ist nicht die
Folge der Kirchengliedschaft, sondern die Gestalt der Kirchengliedschaft. Die
Kirche ist ja der Leib Christi, Christus ist das Haupt der Kirche. So begreift
die Kirchengliedschaft wesentlich in sich den Bezug zu und die Verähnlichung
mit Christus als dem Haupte der Kirche. Die Verähnlichung erreicht einen
solchen Grad, daß der Christ geradezu Christus genannt werden kann. Wie früher
betont wurde, geht dabei die Personalität des christusverbundenen Menschen
nicht zugrunde. Sie erreicht vielmehr erst ihre volle Intensität. Der Mensch
wird dadurch ganz Mensch, daß er Christus anheimgegeben wird. Das
ekklesiologische Mal enthüllt sich so zugleich als Chri-stusmal. Es ist ein
signum configurativum.
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