4. Kapitel

 

Glaube und Taufe

 

In der Schrift, namentlich von Paulus, aber auch schon in der Urkirche in Jerusalem, werden Glaube und Taufe so zusammengestellt, daß sich zeigt: Der Glaube kann nicht ohne die Taufe und diese nicht oh­ne den Glauben heilswirksam sein. Dabei grenzt aller­dings die Schrift den Anteil des Glaubens und jenen des Sakramentes nicht scharf voneinander ab. Sie

 

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spricht das eine Mal so, als ob das Heil allein durch den Glauben, das andere Mal so, als ob es allein durch die Taufe hervorgerufen würde (Eph 3,17; Röm 6,3ff; Joh 6,26ff). Man kann indes nicht etwa die Bedeutung von Glaube und Taufe so auf das Heil aufteilen, daß jeder dieser beiden Vorgänge je eine bestimmte Teilwirkung im Ganzen des Heiles hervorbrächte, viel­mehr bilden Glaube und Taufe ein unlösliches Ganzes. Im Glauben ergreifen wir den in der Taufe wirkenden und heilskräftigen gegenwärtigen Christus. Man kann auch sagen, daß sich der Christusglaube der Kirche in der Taufe realisiert, so daß die Taufe zu verstehen ist als Vollzug des Glaubens. Die im Zeichen gegenwärtige Glaubensgemeinschaft der Kirche und den in der Glaubensgemeinschaft wirkenden und sich dem Men­schen entgegenstreckenden Christus ergreift der Glau­bende. Dies wird noch verständlicher, wenn wir uns an die Formel erinnern, daß die Sakramente jeweils die greifbare und konkrete Erscheinung und Gestalt des sich dem Menschen mitteilenden Gottes sind.

  

  

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