3. Kapitel

 

Das Zeichen der Taufe

 

1.   Verschiedene Taufweisen

 

Wenn wir nach dem Zeichen der Taufe fragen, so legt sich durch das Wort »Taufe« nahe, daß sie durch

 

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Untertauchen im Wasser gespendet wird. Sehr bald hat sich jedoch eine andere Form entwickelt, nämlich das Taufen durch Aufgießung oder Besprengung. Schon die Didache, die Zwölf-Apostellehre, aus der er­sten Hälfte des zweiten Jahrhunderts, schildert den Taufvollzug folgendermaßen (Kap 7): »Bezüglich der Taufe haltet es so: Wenn ihr all das Vorhergehende gesagt habt, taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes in fließendem Was­ser. Wenn du aber kein fließendes Wasser hast, dann taufe in einem anderen Wasser. Wenn du es nicht in kaltem tun kannst, dann tue es in warmem. Wenn du beides nicht hast, gieße dreimal Wasser auf den Kopf, auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Vor der Taufe soll fasten der Taufen­de, der Täufling und wer sonst kann; den Täufling las­se ein oder zwei Tage zuvor fasten.« Für die Form des Untertauchens spricht der Bericht über die Taufe des Kämmerers der Königin von Äthiopien (Apg 8,36ff; siehe ferner Röm 6,4; Kol 2,12; 1 Petr 3,22). Nur diese Form der Taufe macht die von Paulus entwickelte Symbolik der Taufe als Abbild des Begrabenwerdens und des Wiedererstehens mit Jesus Christus verständ­lich. Tatsächlich wurde bis weit in das Mitlelalter hinein die Taufe, soweit es möglich war, durch Untertauchen gespendet. Thomas von Aquin gibt ihr den Vorzug vor den beiden anderen Taufweisen.

  

  

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