2. Kapitel

 

Die Taufe in der Urkirche

 

 

1. Das Pfingstereignis

 

Für das Verständnis und die Beurteilung der Taufe ist von großer Tragweite, daß die Urkirche vom Pfingsttag an, also von dem ersten Tage ihres Lebens und ihrer Wirksamkeit an, die Taufe gespendet und deren Heilsnotwendigkeit gelehrt hat. Als nach der Ankunft des Geistes Petrus vor einer zahlreichen Zu­hörerschaft Jesus Christus verkündete, gab er auf de­ren Frage, was sie zu tun hätten, die Antwort: »Bekehret euch, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi, zur Vergebung eurer Sün­den, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen« (Apg 2,37f). An dieser Szene ist ein Zweifaches auffallend: die Selbstverständlichkeit, mit der Petrus sofort Glauben und Taufe forderte, und die Bereitwilligkeit der Zuhörer. Offensichtlich wußten sie,

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was mit der Taufe gemeint ist. Dennoch waren die Interpretationen der Taufe recht verschieden.

  

  

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