a) Typus und Antitypus des Todes Jesu als einer Süh­ne und eines Opfers

 

In den Eucharistietexten bei Markus und bei Mat­thäus erscheint Jesus als neuer Mose. Die Eucharistie wird im Markustext typologisch verstanden. Sie ist der überbietende Antitypus zu den alttestamentlichen Op­fern. Ja, sie macht diese in ihrer eigentlichen Sinnrich­tung erst verständlich. Der Antitypus kann sie nur sein, wenn der Tod Jesu auf Golgota als Sühnetod und als Opfertod verstanden wird. Man muß sagen, daß nicht von der Interpretation des Kreuzestodes als eines Opfertodes der Weg zu der Glaubensüberzeu­gung von der Eucharistie als einem Kultopfer hinführt, sondern daß umgekehrt der Weg von dem Verständ­nis der Eucharistie als eines Kultopfers zu der Interpre­tation des Kreuzestodes Jesu Christi als eines Sühne- und Opfertodes ging.

In den Texten des Markus und des Matthäus wird nicht nur gesagt, daß ein neuer Bund aufgrund des Blutes Jesu entsteht, sondern es wird formell erklärt, daß in dem Becher das Blut Jesu Christi gegenwärtig ist. Von diesem im Kelche gegenwartigen Blut wird die Aussage gemacht, daß es das Blut des Neuen Bundes ist, ähnlich wie das nach Ex 24,8 vergossene Blut das Blut des Alten Bundes war. Gerade diese Formulie­rung unterstreicht den Realismus hinsichtlich des Blu­tes Jesu.

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