4.
Sinnhaftigkeit des Wortes
Im
Grunde genommen spricht Jesus selbst durch das Wort der kirchlichen Verkündigung.
Infolgedessen wird das Hören auf das Wort der Verkündigung zu einer
Begegnung mit Christus. So wenig während des irdischen Lebens das von Jesus
gesprochene Wort von ihm getrennt werden konnte, so wenig kann das Wort des
Kerygmas in der Kirche von Jesus Christus selbst getrennt werden. Die Wortverkündigung
wird zu einem Heilsereignis. In ihr geschieht demgemäß eine doppelte
Bewegung: die Bewegung des Lobpreises und der Anbetung von unten nach oben und
die Bewegung der göttlichen Selbstmitteilung von oben nach unten. Im Wort
vollzieht sich die Gegenwart Christi in der Kirche. Die Heilsgegenwart Jesu
Christi hat Wortgestalt gemäß seinem eigenen Wortcharakter. Er ist ja der
menschgewordene ewige Logos.
Schon
im natürlichen Bereich darf man dem Worte eine emotionale Kraft zuschreiben,
wenn es mehr ist als eine bloße Information. Das Wort kann trösten und
niederziehen, es kann Freude und Verzweiflung, Liebe
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und
Haß, Hoffnung und Entmutigung, Tugend und Laster stiften. Dem Worte der
kirchlichen Verkündigung braucht diese natürliche Dynamik nicht zu fehlen.
Sie ist jedoch Zeichen und Gefäß für eine andere Dynamik, nämlich für die
Heilswirksamkeit Gottes selbst. Das Natürliche wird zum Gefäß des Göttlichen.