11. Gemeinsames der Gegenwartsweisen

 

Wenn die Differenz nicht in der Kategorie der Wirk­lichkeit und der Nichtwirklichkeit gesehen werden darf, dann muß, wie die Enzyklika andeutet, ein ande­rer Unterschied bestehen. Bevor dieser entwickelt wird, soll jedoch mit großem Nachdruck unterstrichen werden, daß zwischen der eucharistischen Gegen­wartsweise und den übrigen Gegenwartsformen Jesu Christi eine tiefe Gemeinsamkeit besteht. Sie ist darin zu sehen, daß sich Jesus in vielgestaltigen Weisen dem Menschen schenkt. In der Eucharistiefeier nun gibt das Wort »das ist mein Leib, das ist mein Blut« die Gewähr dafür, daß Jesus hier und jetzt, unter be­stimmten Symbolen, nämlich in denen des Essens und Trinkens, sich selbst in Leibhaftigkeit hingibt. Die Worte »das ist mein Leib, das ist mein Blut« sind Verheißungs- und Zusageworte Jesu selbst. Sie wer­den zwar durch die Kirche gesprochen, aber in dem von der Kirche gesprochenen Worte spricht Jesus Christus. Er ist es, der sich in den von der Kirche ge-

 

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sprochenen Worten den Hörenden zusagt. Das Ver­heißungswort Jesu hat in der Eucharistiefeier eine be­sonders dichte, aber keine exklusive Kraft. Es gewinnt in der Eucharistiefeier konkrete Greifbarkeit und sym­bolische Anschaulichkeit. In den Sinnbildern des Es­sens und Trinkens drückt sich aus, daß Jesus der Grund des neuen Lebens ist und sein will. Wenn wir bedenken, daß dieses neue Leben innerhalb der Ge­schichte zwar anhebt, aber sich erst in der absoluten Zukunft vollendet, bedeutet die Eucharistiefeier immer wieder einen Impuls auf dem Wege in die absolute Zu­kunft.

 

  

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