e) Eucharistie »mehr« als das Kreuzesopfer allein?

Man kann sagen, daß die Eucharstie »mehr« ist als das Kreuzesopfer allein. Denn die Eucharistie ist die im Kultsymbol erfolgende Aktualisierung des Kreuzesop­fers, und zwar derart, daß sich dieses an der Kirche auswirkt und die Kirche durch das Kreuzesopfer Jesu Christi sich selbst dem Vater darbringt. Das Kreuzes­opfer ist eine geschichtliche Realität. Es aktualisiert sich aber immer wieder in zahlreichen Kultfeiern als die Zuwendung des Heilstodes Jesu. Es kommt im Opfer der Kirche zur Erfüllung. Das Selbst­opfer der Kirche durch den sich opfernden Christus ist für das eucharistische Opfersakrament von konstitutiver Bedeutung. Ein auf den ersten Blick überraschender Augustinustext (sermo 179) liegt in dieser Perspektive. »Wenn ihr der Leib Christi seid und seine Glieder, so ist es euer Geheimnis, welches auf den Altar gelegt ist. Ihr emp­fangt euer Geheimnis ...; seid, was ihr seid, und emp­fangt, was ihr seid.« Nach diesem Text ist in der Eu­charistie nicht nur der Opferleib und das Opferblut Christi, in ihr ist auch die Kirche als der Leib des Herrn gegenwärtig. Diese Gegenwärtigkeit ist naturgemäß

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nicht als eine ontologische, sondern als eine dynamisch-aktualistische zu verstehen. Die Glieder des Leibes Christi sind im eucharistischen Sakrament gegenwärtig, indem sie sich in und mit Christus, ihrem Haupte, in der Teilnahme an dessen eigenem Opfer dem Vater darbringen.

 

   

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