5. Dinghafte und akthafte Erklärung

Der kurze Gang durch die Geschichte zeigt, daß das Verständnis des Sakramentes zwischen dinghafter und akthafter Vorstellung hin und her pendelt. Dem vollen Wesen des Sakramentes wird jedoch nur die akthafte Interpretation gerecht. Die für das Zustande­kommen des Sakramentes entscheidende Wortkom­ponente bringt es mit sich, daß das Sakrament als Handlung verstanden werden muß, naturgemäß als Handlung von je spezifischer Eigenart. Diese Tatsache fordert jedoch, den Spender und auch den Empfänger

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in das »Zeichen« einzubeziehen, da die Handlung sich nicht selbst setzt. Daß auch der Empfänger dazu ge­hört, ergibt sich daraus, daß die Zeichensetzung auf ihn gerichtet ist. Ohne den Empfänger kommt das Sa­krament nicht zustande. (Wie dies in der Eucharistie abgewandelt wird, soll später gezeigt werden.) Der ganze Zeichen-Komplex von Ding, Wort, Spender und Empfänger stellt die unsichtbare Gnadenwirksamkeit dar, welche Gott durch Christus im Heiligen Geiste vollzieht.

 

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