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Christusbezug aller Dinge
So
stehen alle Dinge in einem lebendigen Bezug zu Christus. Sie haben ihren
innersten Sinn, der freilich von der Naturwissenschaft und auch von der Philoso-
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phie
und von der Geschichtswissenschaft auf keine Weise festgestellt werden kann,
Symbolcharakter. Sie sind Symbole Jesu Christi. Wenn sie in die Sinnbildlichkeit
seiner menschlichen Natur aufgenommen werden, erfüllt sich an ihnen, was von
dem Schöpfungssinn in ihnen investiert ist. Durch die Aufnahme in die
sakramentale Zeichenhaftigkeit erhalten die Dinge Anteil an dem sakramentalen
Sinn des Menschen Jesus, naturgemäß, ohne daß ihnen Heiligungskräfte eingestiftet
werden (dies wäre Magie).
In
Jesus Christus wird sowohl die Welt als Schöpfung als auch die Welt als
Geschichte durchsichtig und in ihrer Tiefe verständlich. Er ist gewissermaßen
die Interpretation der Schöpfung und der Geschichte (siehe Band 3). So ist er
die Offenbarung der Weisheit Gottes, einer Weisheit, welche für die Welt
Torheit ist. Diese Weisheit, die sich in ihm als dem Gekreuzigten offenbart, ist
nicht »die Weisheit der Philosophen«, sondern des Heilshandelns Gottes für
die Menschen, der Pro-Existenz Gottes für das menschliche Heil, für die Erfüllung,
für die Vollendung der Schöpfung und der Geschichte. Die höchste Vollzugsform
dieser Enthüllung der Weisheit Gottes und der Sakramentalität Christi ist
der Kreuzestod. Die Selbstmitteilung Gottes und die Hingabe Jesu haben die
Kreuzesgestalt angenommen, weil Jesus als der Repräsentant der ganzen
Menschheit jene menschliche Lebensform übernommen hat, welche dem aus Adams
Geschlecht stammenden Menschen zukommt. Die Gnadenhaftigkeit des Kreuzestodes
Jesu schließt in sich die Versöhnung mit Gott, den Frieden des einzelnen
Menschen mit sich (Gewinnung seines wahren Selbstseins) und mit anderen, die
Befreiung von der Todesangst, die Freude, die Eröffnung eines neuen unvergänglichen
Lebens.
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