gg) Anteilgabe am Gottesbund

Die grundlegende Gabe der Eucharistie ist demge­mäß die Anteilgabe am Gottesbund, am Heilstod Jesu und an der durch den Heilstod konstituierten neuen Heilsgemeinde. Wir haben in einem früheren Zusam­menhang gesehen, daß die »Einsetzung« der Euchari­stie durch Jesus Christus eine grundlegende Rolle für die Entstehung der neuen Heilsgemeinde, der Kirche, spielt. Es widerspricht dieser These nicht, wenn in

 

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dem eucharistischen Text gesagt wird, daß der Tod Jesu die Grundlegung einer neuen Heilsordnung dar­stellt. Die Kirche, die neue Heilsgemeinschaft, das neue Gottesvolk, ist eben Beginn und Ausdrucksge­stalt der neuen Heilsordnung.

Ebensowenig stellt es einen Widerspruch dar, wenn Paulus die Engliederung in die Heilsgemeinde und in den Gekreuzigten und Auferweckten in anderen Tex­ten der Taufe zuspricht. Die Teilnahme am Tode und an der Auferstehung Jesu Christi und die Gliedschaft im Leibe Christi, der Kirche, sind die Leitmotive der paulinischen Theologie. Die Taufe vermittelt die Heils­existenz. Die Eucharistie ist die Aktualisierung, die Vertiefung und die Verinnerlichung der in der Taufe begründeten Christusgemeinschaft. »Die Taufe ist der Ansatz zur Brücke über die Zeitlichkeit. Die immer neuen Brückenpfeiler, die Eucharistiefeiern, führen das endzeitliche Gottesreich über den Strom bis an das andere Ufer. Die Eucharistie trägt in sakramentaler Weise die in der Taufe grundgelegte Gnadentat Gottes über und durch den Strom der Zei­ten. Sie ist immer neues Wort Gottes« (P. Neuenzeit, Das Herrenmahl, München 1960, 231).

 

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