6. Kapitel

 

Terminologie

 

Zunächst soll ein Wort zur Terminologie gesagt wer­den. Die Schrift bezeugt innerhalb des einen und ein­heitlichen Gottesvolkes viele und vielfältige Dienste, Funktionen und Ämter. Deren Benennung ist nicht mit

 

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der später üblich gewordenen identisch. Das Wort Priester (hiereus) wird nur auf Christus (Hebr 5,5f; 7, 17.21; 8,4; 10,21) sowie auf die Gemeinde angewen­det (1 Petr 2,5. 9; Offb 1,6; 5,10; 20,6). Für die Be­zeichnung von Diensten innerhalb des neutestamentlichen Volkes Gottes kommt es nicht vor. Dagegen tref­fen wir in manchen Gemeinden das fünffache Amt der Apostel, der Propheten, der Evangelisten sowie der Hirten und Lehrer (Eph 4,1; 1 Kor 12,28). Der Wir­kungskreis dieser Ämter geht über die jeweilige Ge­meinde hinaus (Apg 8,14.40; 11,27; 15,32ff). Alle die­se einzelnen Dienste sind nötig, »bis daß wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollen Mannesreife, zum Voll­maß des Alters Christi« (Eph 4,13). In anderen Ge­meinden setzt sich die Gemeindeleitung zusammen aus Dienern (Diakonen), Ältesten und »Bischöfen« (1 Thess 5,12f; Apg 14,23; 20,28; 1 Kor 16,15-18; Röm 12,7f). Eine prinzipielle Verschiedenheit von den vor­hin genannten Diensten besteht nicht. Philippus wird z.B. zugleich Diakon und Evangelist genannt (Apg 6,5; 21,8). Diese drei Ämter sind mit je einer Ortsge­meinde eng verbunden. Die einzelnen Gemeinden hat­ten mehrere Bischöfe (Aufseher), Älteste und Diakone (Phil 1,1; Apg 20,17).

 

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