8. Einweihung der Apostel in das Leidensgeheimnis

 

Die Sinnverwandlung Jesu drückt sich darin aus, daß er den Aposteln zu deren Überraschung, ja zu de­ren Schrecken, sein Leidensgeheimnis erschloß, ins­besondere aber darin, daß er sie als die einzigen zur Gründungsversammlung des neuen Gottesvolkes in der Abschiedsfeier vor seinem Tode eingeladen und mit der Gedächtnisfeier beauftragt hat. Die Berufung

 

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geschah in der vorösterlichen Zeit. Es liegt in der Linie der Entwicklung, wenn der auferweckte Herr die Wahl und die Sendung der Apostel erneuert und besiegelt hat. Erst dadurch wurden sie endgültig zu Aposteln bestellt. Sie erhielten von Jesus den Auftrag, für ihn Zeugen (Apg 1,8) zu sein. Sie wußten sich auch ver­pflichtet. Jesus als den Messias und als den erhöhten Herrn zu bezeugen. Sie wurden ja auch der Erschei­nung des Auferstandenen teilhaftig. Eben deswegen konnten sie für ihn Zeugen der Auferweckung sein (Mk 16,14-18; Mt 28,18ff; Lk 24,36-49; Apg 1,8).

 

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