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Verständnis der Gegner
Auch
die Gegner Jesu haben seinen Sohnesanspruch gehört und richtig gedeutet. Sie
verfolgten ihn nicht nur, weil er den Sabbat »schändete«, sondern noch mehr,
weil er Gott seinen eigenen Vater nannte und sich selbst zu Gott gemacht hat (Joh
5, 18; 10, 33). Das ist in der Tat im Lichte des alttestamentlichen Monotheismus
eine ungeheure Lästerung. Um ihretwillen muss er sterben (Joh 10, 39). Auch
die Juden erwarten einen Messias, der aus dem Geheimnis kommt (Joh 7, 27),
aber niemals einen, der die Schranke zwischen Schöpfer und Geschöpf,
zwischen Transzendenz und Immanenz durchbricht. Von ihrem monotheistischen
Standpunkt aus ist es daher verständlich, wenn sie sagen: »Wir haben ein
Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er sich zum Sohne Gottes
gemacht hat« (Joh 19, 7).
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