I) Jesus der Messias und der Gottesknecht

 

aa) Tragweite des Wortes Messias

Das Wort Messias wurde unter Verlust seiner Funk­tionsbezeichnung bald mit dem Namen Jesus als Bei­name (Christus) verbunden.

Die Urgemeinde hat in dem Worte »Messias« wie in einem Brennpunkt ihre Bekenntnisaussagen vereinigt. Die Christologie umfasst sowohl die Bekennt­nisaussa­gen über die Person Jesu als auch solche über die Werke als der endgültigen Offenbarung des Heilsmitt­lers. Jesu Bewusstsein schließt in sich seine absolute Gottunmittelbarkeit. Dies lässt jedoch nicht erwarten, dass Jesus die Folgerungen, nämlich Präexistenz und Menschwerdung seinen Hörern förmlich mitteilte. Dies wäre für sie eine Zumutung gewesen. Man muss A. Vögtle zustimmen, wenn er sagt, der Karfreitag sei nicht die letzte Offenbarung Jesu Christi gewesen. Die

 

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Auferstehung bedeutet auf jeden Fall in ihren verschie­denen, namentlich in den Johanneischen For­mu­lierun­gen und mit der Geistsendung den Höhepunkt dessen, was Christus gebracht hat.

Das Wort »Messias« ist soviel wie der »Gesalbte«. Dem von Gott gesalbten Messias fällt nach dem Zeug­nis des AT eine doppelte Aufgabe zu. Er hat die Rebel­lionen der Völker zu brechen und eine gerechte Frie­densherrschaft herbeizuführen (Ps 2, 72; 110). Es wird ihm die Wettherrschaft übertragen. Er steht in einer einmaligen Nähe zu Gott (vgl. Gen 49, 9f; Num 24, 17ff; Jes 7, 14; 9, 1-16; 11, 1-5; Mich 5, 1ff).

    

 

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