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Heilbrief Jesu auf die Glaubenden
Der
Vollmachtsanspruch Jesu und die mit ihm anbrechende neue Zeit drückt sich
entscheidend in einem Worte aus, das uns Matthäus berichtet, und das
zweifellos ein ureigenes Wort Jesu ist. »Ich preise dich, Vater, Herr des
Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Klugen verborgen, Kleinen geoffenbart
hast. Ja, Vater, so war es wohlgefällig vor dir. Alles ist mir von meinem Vater
übergeben. Niemand kennt den Sohn als der Vater. Und auch den Vater
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kennt niemand als der Sohn, und wem der Sohn es offenbaren
will. Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich will euch
erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir. Denn ich bin sanftmütig
und demütig von Herzen, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft und meine Bürde ist leicht« (Mt 11, 25-30). Daher
sind selig zu preisen die Augen und die Ohren, die den Sinn der Stunde
begreifen. In einem typisch semitisch gefassten Wort ruft Jesus angesichts der
Heilstaten und Heilsworte, die er setzt und spricht, aus: »Heil den Augen,
die sehen, was ihr seht. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten
sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen; sie wollten hören, was ihr hört,
und haben es nicht gehört« (Lk 10,23f; Mt 13, 16f).