2.
Kapitel
Die
Apostelgeschichte
a)
Uralte Überlieferungen
In der Apostelgeschichte begegnen
uns uralte Überlieferungen, und zwar solche aus der Jerusalemer Urgemeinde. In
den Texten, insbesondere in den Reden des Petrus und des Paulus, wird
Immer wieder von neuem darauf aufmerksam gemacht, dass es der alttestamentliche
Bundesgott ist, welcher Jesus von Nazaret gesandt, der durch ihn gewirkt, der
ihn in den Tod hineingegeben und wieder von den Toten erweckt, der seine
Heilsabsichten durch ihn vollzogen, ja durch ihn das letzte Heilswort an die
Menschen gerichtet hat, dass daher das endgültige Heil an die eschatologische
Heilspersönlichkeit des Jesus von Nazaret gebunden ist. Der alttestamentliche
Bundesgott, der die Schicksale des Volkes immerfort geleitet hat, der dem Volke
immer nahe war und nahe ist, sei es im Gerichte, sei es in der Gnade, steht
hinter all den Geschehnissen im Leben Jesu und wirkt sie. Durch Jesus hat Gott
endgültig heilsmächtig in die Geschichte eingegriffen. Jesus hat nichts
anderes vollbracht, als das, was ihm von Gott aufgetragen war. Das, was er
vollbracht hat, bildet die Erfüllung der alttestamentlichen, wohlbekannten
Verheißungen. Die Erfüllung bekam zwar eine andere Gestalt, als erwartet
wurde. Dennoch aber kann der Gottesgläubige erkennen, dass in dem Schicksal
Jesu sich erfüllt, was die Propheten von dem Heilbringer vorhergesagt haben.
Wer sich daher gegen Jesus auflehnt, lehnt sich gegen den lebendigen Gott selbst
und gegen die von diesem vorangebrachte Heilsge-
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schichte
auf. Wer umgekehrt die alttestamentliche Selbsterschließung Gottes bejaht, muss
auch Jesus bejahen, wenn er nicht zu seinem atl. Glauben in Widerspruch
geraten will. Darin wird er selber die Rettung erfahren.