4. Kapitel

Jesus in der heutigen jüdischen Theologie

 

Auch im jüdischen Denken spielt Jesus in der Gegenwart eine beträchtliche Rolle. Dies zeigt sich, um einige Namen zu nennen, in den Werken von J. Klausner, L. Baeck, vor allem von Martin Buber, sodann bei Shalom Ben Chorin, D. Flusser, P.Lapide.

Die Differenz zwischen den Werken dieser Autoren und dem christlichen Glauben liegt naturgemäss in dem Verständnis Jesu als Christus von seiten des

23

 

  christlichen Glaubens, während die jüdische Theologie den verheissenen Messias erst erwartet. Auch der christliche Glaube erwartet ihn als den Vollerlöser am Ende der Zeiten, ist aber überzeugt, dass er diese Vollendung während seines irdischen Lebens schon grundgelegt hat. Sie sprechen anders von ihm, als Paulus im Römerbrief 9-11 von ihm gepredigt hat. Man darf wohl in diesem Zusammenhang auf die Erklärungen zur Judenfrage hinweisen, die das Zweite Vatikanische Konzil und die neueste Vatikanische Verlautbarung »Richtlinien und Hinweise für die Durchführung der Konzilserklärung Nostra Aetate« Art. 4, gegeben haben.

      

       

     

Zurück zum Inhaltsverzeichnis Band IV-1