hh) Gottes Herrschaft als Garant des »Heils«

 

Weil die Geschichte eine ständige Auseinandersetzung zwischen Gott und dem Menschen ist, wohnt ihr ein letzter und unbedingter Ernst und eine tiefgreifende Dynamik inne. Immer wieder werden die Israeliten erinnert an die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei und an die Landnahme in Palästina. Sie sollten den Dank dafür nie vergessen. Bei allen Entscheidungen handelt es sich um die Frage: Gottes Herrlichkeit oder des Menschen Herrlichkeit, Gottes Ehre oder Menschenehre, die Herrschaft Gottes oder die Herrschaft der Götter. Dabei stellt sich immer heraus: Wenn das Volk die eigene Ehre und die Herrschaft der Götter wählt, verspielt es Ehre und Würde; wenn es sich für

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Gottes Ehre entscheidet, fällt ihm selbst Ehre und Herrlichkeit zu. Wenn es Gottes Königtum wählt, entscheidet es sich zugleich für sein eigenes Heil, denn Gott ist ein König der Gnade. Schrecken ist er für die Feinde. So kann das Volk den Sieg Gottes als seinen eigenen Sieg preisen und seinen Sieg als den Sieg Gottes: »Dem Herrn will ich lobsingen, denn er hat gesiegt, ins Meer gestürzt das Ross und seinen Reiter. Dem Herrn mein Lobgesang! Zur Rettung ward er mir. So ist mein Gott; ihn preise ich. Ich rühme meines Vaters Gott. Der Herr ist ein Kriegsheld, sein Name Herr. Die Wagen Pharaos und seine Mannen hat er ins Meer geworfen. Ins Schilfrohr tauchten die Besten seiner Streiter. Abgründe deckten sie; sie fuhren in die Strudel wie ein Stein. Herr, deine Rechte, an Kraft so herrlich, deine Rechte zerschmettert Feinde. Mit deines Zornes Fülle zerschlägst du deine Gegner. Ausschickst du deinen Grimm, er frisst sie wie Stroh. Durch deines Zornes Hauch anschwoll das Wasser. Wallgleich die Fluten standen, und Abgründe gerannen im Meeresherzen. Es sprach der Feind: Ich jage nach und hole ein und teile den Raub. An ihnen meine Gier sich letze! Mein Schwert ich zücke. Sie tilge meine Hand! Du bliesest nur mit deinem Hauche; schon hüllte sie das Meer. Sie wirbelten wie Blei in die gewaltigen Wasser. Wer gleicht dir von den Göttern, Herr! Wer gleicht dir, du Erhabener im Heiligtum, Furchtbarer, Schrecklicher, du Wunderwirker? Du streckst die Rechte aus, und sie verschluckt die Erde. Du lenkst mit deiner Huld das Volk, das du erlöst. Du leitest es in deiner Kraft zu deiner heiligen Wohnstatt hin. Die Völker hören's. Zittern und Angst packt die Bewohner Palästinas. Zusammenschrecken Edoms Fürsten und Moabs Edelinge fasst Erbeben und Kanaans Insassen zagen. Entsetzen, Schrecken stürzen auf sie! Ob deines Armes Grö-

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sse erstarren sie zu Stein, bis das Volk hindurchzieht, Herr, dein Volk, bis dass hindurchzieht dies dein Volk, das du erkauft. Herbei bringst du sie selbst und pflanzest sie ein an jener Statt, die du zu deinem Sitze, Herr, bereitet, im Heiligtum, mein Herr, das deine Hände selbst erstellt. Der Herr ist König immerdar und ewig« (Ex 15,1-18).

           

 

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