c) Gegenwärtigkeit des Gottesreiches in Jesus

 

Gott richtet sein Königtum auf durch seinen Sohn Jesus. Dieser ist in seiner Person, in seinem Reden und Tun das sichtbare Reich Gottes in der Geschichte. Jesus ist mit seiner Aufgabe identisch. In ihm und durch ihn ist Gott den Menschen nahe. Wer und wie Gott ist, zeigt sich in und durch Jesus. Er hat auch die authentische Erkenntnis des Willens Gottes. In seinem Tun handelt Gott. In seinem Wort spricht Gott. Er ist mehr als ein Prophet, der die Worte Gottes verkündet. Jesu Wort ist das Wort des Vaters. Die Initiative zu seiner Existenz, zu seinem Reden und zu seinem Tun liegt immer beim Vater. In Jesus ist die Liebe Gottes selbst unter den Menschen heilsmächtig gegenwärtig. Jesus ist also, wie man neuerdings sehen kann, mit dem Reiche Gottes real identisch. Der Evangelist Johannes wird nicht müde, diese ontologisch-dynami-sche Identität auszudrücken.

 

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In Jesus hat daher das Reich Gottes schon Gegenwärtigkeit gefunden. Dies wird konkret deutlich im Streit über die Dämonenaustreibung. Jesus sagt zu seinen Gegnern, die ihm vorwerfen, er treibe die Dämonen mit der Kraft des obersten der Dämonen aus (Mt 12, 28): »Wenn ich jedoch die Dämonen kraft des Geistes Gottes austreibe, dann ist damit das Reich Gottes zu euch gelangt.« Jesus identifiziert sich hier in aller Form mit dem Reiche Gottes. (Bei Lk 11, 20 heisst es: »Wenn ich mit dem ,Finger Gottes' die Dämonen austreibe, dann ist damit schon das Reich Gottes zu euch gelangt.«)

  

 

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